Histologiekurs S II 6 Departement Pathologie der Universität Zürich Histokurs

S II 6 Floride alkoholische Hepatitis mit Mallory-Körpern CAB weitere Informationen auf HiPaKu
  florid alcoholic hepatitis with mallory bodies ICD-10: K70.1 R89.7
 
 

 
Mann, 41 J., Whisky-Trinker. Laborwerte: AST 80 IU/l, ALT 60 IU/l, massiv erhöhte Gamma-GT (1032 IU/l; N: < 15) bei normaler alkalischer Phosphatase (25 - 85 IU/l). Makrozytose im peripheren Blutbild (Begriffe und Normwerte siehe Präparat S II 3).
 
- Parenchymarchitektur schwerstens gestört durch portozentrale Septen, welche zu einem bereits weitgehend zirrhotischen Umbau geführt haben
- Überwiegend grobtropfige Steatose der Leber (ähnlich wie im Präparat S II 5)
- Die Fibrose geht aus von den Läppchenzentren und entsteht durch Leberzellnekrosen
- Zentroazinär ballonierte Hepatozyten mit Mallory-Körpern (verklumpte Zytokeratine infolge Desorganisation des Zytoskeletts)
- Leberzellen mit Mallory-Körpern führen oft zur Satellitose durch gelapptkernige neutrophile Granulozyten (im vorliegenden Fall nur diskret ausgebildet)
- Ausgeprägte Maschendrahfibrose, besonders perizentral
- Eher geringgradige Gallengangsproliferation in den Portalfeldern
- Die Zirrhose wird durch Regeneratbildung (mehrreihige Leberzellbalken) vollzogen